Lexikon für Kampfkunst Interessierte

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Mit diesem Lexikon möchten wir Laien und Interessierten einen leichteren Einstieg in die Welt der Kampfkünste vermitteln. Das folgende Stichwortverzeichnis soll ansatzweise und prägnant Begriffe erklären und Ihnen die Orientierung erleichtern. Wir möchten dieses Lexikon sukzessiv erweitern; gern nehmen wir dabei Ihre Anregungen und Wünsche  auf. 


Adlerklauen Kung Fu:

Das Adlerklauen Kung Fu gehört (kantonesisch: Ying Jow Pai, Pinyin: Ying Zhao) zu den bekannten nordchinesischen Kung Fu Stilen, es gibt allerdings weltweit nur wenige Generationslinien und auch nur wenige Schulen (insbesondere in Deutschland). Aus der berühmten Linie von Meister Lau Fat Mang (1902 bis 1964) lernt auch Meister Holger Heek bei seinem Meister Ng Kwan Bok in Hong Kong.

Geschichte
Als Begründer des Adlerklauen Kung Fu gilt General Yue Fei (südliche Sung Dynastie, 1103 bis 1142). In den folgenden Jahrhunderten wurde der Stil ständig erweitert und verändert. In der jüngeren Geschichte des Stils ist Meister Chan Tsi Cheng (Pinyin: Chen Zi Zheng) von besonderer Bedeutung; er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Jing Wu Schule in Shanghai.

Die lange Jing Wu Tradition des Adlerklauen Stils setzt sich über die Jing Wu Schule in Hong Kong (durch Meister Lau Fat Mang) bis in die Jing Wu Schule in Köln fort.

Charakteristika 
Das Adlerklauen Kung Fu zeichnet sich durch schnelle und fließende Handtechniken sowie anspruchsvolle Fußtechniken aus. Berühmt sind die Greiftechniken mit verschiedenen Adlerklauen Varianten, insbesondere die Druckpunkttechniken zu Sehnen, Gefäßen, Nerven (Pinyin: Qin Na, kantonesisch: Cum Na für "Greifende Kontrolle").

Inhalte
Der Stil beinhaltet eine große Palette von Handformen, darunter die berühmte Meisterform "Lin Kuen" (kantonesisch für "Verbindende Faust"), die als höchste und letzte Form der Ausbildung ein Repetitorium für den gesamten Stil darstellt. In Bezug auf das Waffenrepertoire besitzt der Stil eine große Palette von zum Teil außergewöhnlichen Waffen. Die Partnerformen des Stils sind besonders elaboriert. Besonders bekannt ist die Partnerform der 108 Druckpunkte (kantonesisch "Yat Ling Bat").

Als Besonderheit gibt es im Curriculum der Jing Wu Schule Köln Vorbereitungsformen, die die Anfänger auf die nachfolgenden Inhalte vorbereiten.Dazu zählen die drei "Acht Stellungs Formen" (kantonesisch "Bat Bo Kuen"), die denen die Jing Wu Schüler mit gleichem Bewegungsaufbau zugleich eine Stellungsform, eine Einzelform sowie die erste Partnerform des Stils erlernen.

Die Jing Wu Schule Köln gehört zu den wenigen Schulen in Europa, in denen Schüler das Adlerklauen Kung Fu erlernen können. Der Unterricht erfolgt außerhalb der regulären Trainingseinheiten, weil Grundschule, Anwendungen und Formen in die anderen Unterrichtsinhalte nicht ohne weiteres integrierbar sind.

Zu einer Reihe von Inhalten des Stils gibt es bereits veröffentlichte Videos der Jing Wu Schule (siehe Videogalerie).

von links nach rechts: Meister Holger Heek beim Adlerklauen Training in Hong Kong mit seinem Meister Ng Kwan Bok; Meister Holger Heek in der Jing Wu Schule Köln mit der seltenen Adlerklauen Waffe "Säbel und Tonfa", seltenes historisches Foto von Meister Ng Wai Nung (1904 bis 1991) mit seinem Sohn Ng Kwan Bok

Anfängerkurs

Der Einstieg für Anfänger ist in der Jing Wu Schule Köln jederzeit möglich. In allen Kursen können Anfänger ohne Vorkenntnisse und auch nach längerer Sportpause mit einem für sie passenden Trainingsprogramm beginnen. Dazu gehört das Angebot eines Beratungsgespräches vor dem ersten Probetraining sowie eine Betreuung in Bezug auf die Intensität, die Übungsauswahl und die Inhalte der ersten Trainingseinheiten. Wir legen Wert darauf, dass wir Anfänger nicht überfordern und ihnen  Zeit für die Trainingsinhalte und die körperlichen Anpassungen geben.

Darüber hinaus gibt es in der Jing Wu Köln eine familiäre und freundliche Atmosphäre, in der sich jeder Anfänger schnell wohl fühlen kann.

Anfänger können in der Jing Wu Schule Köln in zwei verschiedenen Gruppen trainieren. Die Trainingszeiten für die Gruppen A und B sind in unserem Stundenplan aufgeführt.


Atemübungen:

In den chinesischen Bewegungskünsten gibt es zahlreiche überlieferte Systeme von Atemübungen, die die Harmonisierung von Bewegung und Atmung beabsichtigen. Weitere Übungswirkungen sind oftmals die Regulierung des Energieflusses, Druckwirkungen an Energiepunkten, Dehnungen, Mobilisationen, Kräftigung von Sehnen, isometrische oder isotonische Kraftübungen u.v.m. In der Jing Wu Schule Köln sind verschiedene Atemübungen regelmäßig Bestandteil unserer Trainingseinheiten in den unterschiedlichen Kursen.

Eine Besonderheit in unserem Kurs "Taiji, Qi Gong, Entspannung" sind die Tibetischen Weißer Kranich Kung Fu Atemübungen, die trotz ihrer Popularität in Asien bisher in Europa nur sehr selten unterrichtet werden.

mehr Informationen zum Kurs: Taiji, Qigong, Entspannung


Bild: Drachentanz Vorführung in der Jing Wu Schule Köln
Drache, Drachentanz:

Der Drache ist in der chinesischen Mythologie Zeichen für Macht und Glück; er ist Zeichen des Kaisers, der "auf dem Drachenthron" sitzt. Der Drachentanz ist ein kulturelles Erbe, das von den Schulen des traditonellen Kung Fu bis heute gepflegt wird. In Deutschland gibt es nur wenige Schulen, die diese Tradition am Leben erhalten.

In der Jing Wu Schule Köln gibt es Drachen für Erwachsene mit 18 Metern Länge und 10 Tänzern sowie kleinere Drachen für Jugendliche und Kinder.


EKO Newsletter:

Seit vielen Jahren informiert die EKO ihre Mitglieder, Freunde, Interessenten halbjährlich über Neuigkeiten, Veranstaltungen etc. Interessierte können den EKO Newsletter hier abonnieren.

Unser Jing Wu Newsletter erscheint maximal 1x/Quartal mit Informationen zu Veranstaltungen, Terminen und sonstigen Neuigkeiten

Eltern / Kind Training:

Seit vielen Jahren gibt es in der Jing Wu Kung Fu Schule Köln für Eltern die Möglichkeit, in den Kursen "Kung Fu für Kinder" und "Kung Fu für Jugendliche" mit angepassten Programmen mitzutrainieren. Die Erfahrung zeigt, dass diese Einbeziehung für alle Seiten Vorteile mit sich bringt.

mehr Informationen zum Kurs: Kung Fu für Kinder/Jugendliche



Entspannung:

In den westlichen Gesellschaften suchen immer mehr Menschen nach Möglichkeiten abzuschalten und zu entspannen. In den asiatischen Kulturen gibt es seit Jahrtausenden Erfahrungen mit zahlreichen Entspannungsverfahren, die auch in den chinesischen Kampf- und Bewegungskünsten gepflegt werden.

Die Jing Wu Schule Köln nutzt eine Reihe dieser überlieferten Ansätze wie Taiji, Qi Gong, Meditationstechniken etc. 

Entspannung gehört für alle Sportler innerhalb des Synergiedreiecks "Training, Ernährung, Regeneration" zum Bereich Regeneration. In den einzelnen Trainingseinheiten beginnt die Regeneration bereits mit dem Abwärmen (cool down), mit Dehnungen, Atemübungen etc.

Erfahren Sie mehr über unseren Kurs: Taichi, Qigong und Entspannung


Etikette:

In allen asiatischen Kampfsportarten und Kampfkünsten  gibt es einen Verhaltenskodex, der unter anderem im Konfuzianismus wurzelt.

Zu dieser Etikette gehören z.B. der Gruß bei Beginn und zum Ende des Trainings, der Gruß als Zeichen des Respekts bei Beginn und Ende von Partnerübungen, bei Betreten und Verlassen des Trainingsraumes etc.


Logo der EKO (European Kung Fu Organisation) und der Jing Wu Schule Köln

European Kung Fu Organisation (EKO):

Mit dem Akronym "EKO" gründete Meister Holger Heek im Jahr 1999 seinen Verband zur Pflege des traditionellen chinesischen Kung Fu. Der Verband widmet sich der Pflege verschiedener traditioneller Kung Fu Stile mitsamt ihren Hintergründen. Zentrum des Verbandes ist die Jing Wu Schule für Kung Fu, Fitness und Gesundheit in Köln.


Fitness:

Fitness ist ein Oberbegriff, der die Gesamtheit der motorischen Fähigkeiten (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination) beinhaltet. Der körperliche Zustand der Fitness ist das angestrebte Ergebnis eines Trainingsprozesses mit gutem und ausgewogenem Niveau in jedem der fünf Bereiche.

Es gehört zu den Besonderheiten des traditionellen Kung Fu, dass es alle motorischen Grundfähigkeiten gleichermaßen und umfassend fördert und es damit wohl das älteste und am meisten erprobte Fitnessprogramm ist.

Es ist Bestandteil der  Philosophie der Jing Wu Schule Köln, Kung Fu, Fitness und Gesundheit  zu einer Einheit zu verbinden und für die bestmöglichen Trainingsergebnisse auch moderne Trainingsmethoden  und viele interessante Trainingsmittel zu verwenden.


NEU: Weitere Informationen finden Sie in unserem BLOG: "Kampfsport/Kampfkunst Fitness - Fit mit Kung Fu?"

Form:

Formen sind festgelegte Abfolgen von Techniken, die im Traditionellen chinesischen Kung Fu seit Generationen überliefert wurden.  Mit dem in ihnen enthaltenen Wissen sind sie das Vermächtnis der alten Meister; sie sind das Erbe von vielen Generationen von Kampfkünstlern. Das Beüben dieser Bewegungsabläufe, ihrer Kombinationen und Anwendungen am Partner (das heißt der Umsetzung in Kampfübungen mit dem Trainingspartner) und ihrer Nutzung im Kampftraining nimmt in den Trainingseinheiten einen breiten Raum ein.

Für Zuschauer ohne Vorkenntnisse in den Kampfkünsten erschließt sich bei der Betrachtung der Bewegungen aus der Form der praktische Hintergrund nicht direkt. Weil Zuschauer aus der Anschauung der tradtionellen Formen die Umsetzung am Partner oder Gegner und damit die mögliche Umsetzung im Kampf nicht erkennen können, entsteht oft das Missverständnis, dass zwischen Formen und der Umsetzung im Kampf kein direkter Zusammenhang besteht..

Die Schulen für traditionelles Kung Fu machen es sich zur Aufgabe, die überlieferten Formen in den Trainingseinheiten  "zum Leben zu erwecken" und damit die Inhalte und das Wissen aus Jahrhunderten für die Übenden nutzbar zu machen.

Verschiedene Formenkategorien sind Handformen (Einzel- und Partnerformen) sowie Waffenformen (Einzel- und Partnerformen).

Video: Meister Holger Heek und Schüler zeigen Ausschnitte aus der Mantis Handform Beng Bu ("Crushing Step") einzeln und als Partnerform. Dies veranschaulicht das Verhältnis von traditioneller Form und Anwendung.



Bild Therabandübungen auf dem Gymnastikball als Teil des GEsundheitsprogramms in der Jing Wu Kung Fu Schule

Gesundheit:

Das Thema Gesundheit ist einer der Eckpfeiler innerhalb des Trainingskonzeptes in der Jing Wu Schule Köln.

In der jahrtausendelangen Tradition der asiatischen Gesundheitspflege (und der Traditionellen Chinesischen Medizin) sollen Fitness und Gesundheit Ziele für alle Kurse der Jing Wu Schule sein. 

Diesen Zielen entsprechen wir unter anderem auch dadurch, dass wir in allen Trainingsbereichen (und insbesondere beim Waffentraining und dem Training von Kampf und Selbstverteidigung) Verletzungsrisiken so weit wie möglich vorbeugen.


Skyline von Hong Kong: Welt der traditionellen Kampfkunst Kung Fu

Hong Kong:

Hong Kong (Pinyin: Xiang Gang) ist eine der größten und faszinierendsten Metropolen Süd-Ostasiens. Die heute ca. 7 Millionen Einwohner leben in gewisser Weise in einer Mischung der Systeme. Bis zum 30.06.1997 war Hong Kong britisches Protektorat. Seitdem ist die Stadt Bestandteil der Volksrepublik China, die der Stadt bis zum Jahr 2046 politische Kontinuität garantiert hat mit der Maxime "Ein Land - zwei Systeme". 

In der Welt der traditionellen chinesischen Kampfkünste hat Hong Kong eine besondere Bedeutung. In der Volksrepublik China betreibt die kommunistische Führung seit langem die Transformation der traditionellen Kampfkünste zum bloßen Wettkampfsport "Modern Wu Shu". Auch wenn die Gewalt der Kulturrevolution (von 1965 bis 1976) heute nicht mehr angewendet wird, hat sich in der Volksrepublik keine Kung Fu Schule dem Einfluss des staatlichen Diktates entziehen können. Außerhalb der Volksrepublik China haben diese oktroyierten Entwicklungen keine Wirkung entfaltet.

In Hong Kong, Taiwan, Malaysia, Singapur (und in vielen Chinatowns der Welt wie z.B. San Francisco, Sydney etc.) haben sich die traditionellen Kampfkünste in ihrer Ursprünglichkeit erhalten. 

Meister Heek hat deshalb die Gelegenheit genutzt, in Hong Kong von den renommiertesten Großmeistern verschiedene traditionelle Kung Fu Stile in ihrer ursprünglichen Form zu  erlernen.

Fotos von links: Die Stadt Hong Kong ist ein faszinierendes Gemisch. An den Wochenenden werden im Zentrum der Millionen Metropole Straßen für den Verkehr gesperrt, damit die Massen der Fußgänger Platz finden können. Auch wenn in  einigen Parks in Hong Kong Oasen der Stille existieren - die  Umgebung der Großstadt  ist überall spürbar und sichtbar.

Hung Fut Kung Fu:

Hung Fut Kung Fu ist einer der traditionellen Kung Fu Stile, die die Schüler der Jing Wu Kung Fu Schule Köln innerhalb des Kurses "Süd Shaolin Kung Fu" erlernen können. Der Stil ist in Europa noch wenig bekannt; in Deutschland ist Meister Heek der einzige Lehrer dieser Kunst.

Charakteristika: Angesicht der besonderen Vielfalt an Techniken ist es schwer, die Charakteristika des Stils zu definieren. Namensgebend ist die Kombination des Hung Kuen (kantonesisch für "Faust der Hung Familie") mit Fut Cheung (kantonesisch für "Buddha Hand"). Damit verbindet der Stil die für das Hung Kuen typische Dynamik mit dem schnellen Fluss der Buddha Handtechniken.

Geschichte:
Der Begründer des Stils Lee Cho Fun trat vor ca. 400 Jahren mit dem Mönchsnamen Wun Lei in den Shaolin Tempel ein. Damit ist das Hung Fut Kung Fu einer der wenigen erhaltenen klassischen und authentischen Süd Shaolin Kung Fu Stile. Berühmtester Meister der Folgegenerationen ist Meister Hung Ju Sing (1865 bis 1961), der wegen seiner Kampffähigkeiten als "White Haired Devil" (Weißhaariger Teufel, kantonesisch: Bak Mo Jiu) weithin bekannt wurde. Meister Holger Heek lernt seit vielen Jahren bei Großmeister Hung Kam Pui, der mit seinem außergewöhnlichen Können einer der bekanntesten Kung Fu Meister in Hong Kong ist.  Als Mitglied der Hung Familie trägt Meister Heek den Familiennamen Hung Man Yung.

Inhalte:
Der Stil beinhaltet besonders viele einzigartige Techniken, die in kaum einem anderen Kung Fu Stil vorkommen und ihn weithin bekannt gemacht haben. Außergewöhnliche Handtechniken sind

-die Formengruppe der Einarmigen Formen (kantonesisch: Duk Bei Kuen),
-die Handform "Acht Betrunkene Götter" (kantonesisch: Tsui Bat Sin).

Noch mehr Besonderheiten finden sich in Bezug auf Waffentechniken wie Sitzbank, Fächer, Farmerhacke und viele andere.

Zu einer Reihe von Inhalten des Stils gibt es bereits veröffentlichte Videos der Jing Wu Schule (siehe Videogalerie).

mehr Informationen zu unserem Kurs: "Süd Shaolin Kung Fu"

Bild oben: Handtechnik aus dem Hung Fut (links), Sifu Heek mit Hung Fut Nadeln, einer der besonderen Waffen des Hung Fut (Mitte), Sifu Heek und Sifu Buttler mit Großmeister Hung Kam Pui in Hong Kong (rechts)

Hung Gar Kung Fu:

Das Hung Gar Kung Fu (auch Hung Ga, kantonesisch für "Hung Familie", Hung Kuen, Pinyin: Hong Jia Gong Fu) ist einer der traditionellen Kung Fu Stile, die die Schüler der Jing Wu Schule Köln erlernen können. Das Hung Gar ist eine der bekanntesten Künste des Süd Shaolin Kung Fu, er ist heute weltweit einer der populärsten Kung Fu Stile überhaupt.

Kennzeichnend sind das außergewöhnliche Erscheinungsbild mit einer einzigartigen Mischung aus Dynamik und Bewegungsfluss. Im Laufe der Geschichte sind viele berühmte Meister aus den Hung Gar Linien hervorgegangen; das Hung Gar Kung Fu hat durch diese Persönlichkeiten eine besondere Historie.

Weltweit hat der Stil eine außerordentlich enthusiasmierte Anhängerschaft, die sich fast ausschließlich und mit lebenslanger Widmung mit diesem Stil in Theorie und Praxis befassen möchte. Trotz der weltweiten Popularität des Hung Gar Kung Fu gibt es in Deutschland jedoch nur eine Handvoll Schulen, die ihren Schülern diesen außergewöhnlichen Kung Fu Stil anbieten können.

In der Jing Wu Kung Fu Schule Köln gibt es seit ihrer Gründung im Jahr 2003 einen Kurs für Süd Shaolin Kung Fu, in dem die Schüler das Hung Gar Kung Fu erlernen können.

von links: Großmeister Lam Chun Fai mit seinem Schüler Holger Heek (Jing Wu Schule Köln), Meister Holger Heek mit der Tigertechnik des Hung Gar Kung Fu, Meister Heek mit Hung Gar Doppelsäbel

Geschichte
Der Gründer des Stils ist Meister Hung Hei Gung, Schüler des letzten Abtes des Shaolin Klosters. Auch in der Folgezeit hatte das Hung Gar Kung Fu sehr berühmte Meister, so z.B. den chinesischen Nationalhelden Wong Fei Hung (1847 bis 1924) und seinen Meisterschüler Lam Sei Wing (1860 bis 1943).
Die imposanten Techniken des Stils sind in vielen Eastern dargestellt, und viele berühmte Schauspieler haben in zahlreichen Filmen die historischen Meister wie z.B. die des Meisters Wong Fei Hung gespielt (Kwan Tak Hing, Jackie Chan, Jet Li). Darüber hinaus haben außerordentlich viele berühmte Filmschauspieler wie z.B. Gordon Lau Kar Fei, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan Chun  und viele andere ihre Kung Fu Wurzeln im Hung Gar Stil. Mit diesem Hintergrund hat das Erscheinungsbild des Hung Gar Kung Fu  das Bild der weltweiten Zuschauer vom Kung Fu geprägt und ist damit weithin zum Inbegriff des traditionellen Kung Fu geworden.
Meister Holger Heek lernt den Hung Gar Stil in der Tradition der berühmtesten Generationslinie bei Meister Lam Chun Fai in Hong Kong (in der Tradition der Lam Familie von Meister Lam Sei Wing, Großmeister Lam Cho).

Charakteristika
Der Hung Gar Stil hat gleich eine Reihe von Charakteristika und Besonderheiten aufzuweisen.
Typisch für den Stil sind die dynamische Beinarbeit sowie die kraftvollen Handtechniken. Das Üben der Techniken ist ein besonderes Körpertraining und vermittelt ein Gefühl der Körperspannung, das sich wohl am ehesten aus der Verbindung von Technik, Atmung, Spannung und Körpereinsatz erklären lässt. 

Inhalte
Das Gerüst des Hung Gar Kung Fu bilden die vier Säulenformen.

1. Die Säulenform "Gung Gee Fok Fu Kuen" (kantonesisch für "Den Tiger bezähmende Faustform") legt als Anfängerform das körperliche Fundament für die folgende Hung Gar Ausbildung.
2. Die Säulenform "Fu Hok Sheung Yin Kuen" (kantonesisch für "Tiger Kranich zwei Elemente Faustform") ist die berühmteste Form des traditionellen Kung Fu; sie verbindet die kraftvollen Bewegungen des Tigers mit den fließenden und geschmeidigen Bewegungen des Kranichs.
3.Die Säulenform "Sab Yin Kuen" (kantonesisch für "Zehn Elemente Faustform") verbindet die Techniken der "Fünf Tiere" (Drache, Tiger, Kranich, Schlange, Leopard) mit den Techniken der taoistischen "Fünf Elemente" (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser). 
4. Die Säulenform "Tit Shin Kuen" (kantonesisch für "Eisen Draht Form") ist die fortgeschrittenste Form des Hung Gar. Sie ist eine "Innere Energie Atemform", die Atmung und Körperspannungen verbindet. Sie gilt neben dem sonstigen Hung Gar Training als Lebenselixier, dem viele Hung Gar Übende ihre außergewöhnliche Vitalität bis ins hohe Alter (einige Hung Gar Meister wurden über 100 Jahre alt) zuschreiben.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Besonderheiten wie das Training mit Eisenringen, ein komplettes Programm mit Kung Fu Waffen und überaus eindrucksvollen und gehaltvollen Partnerformen.

In der Jing Wu Schule Köln können Mitglieder das Hung Gar Kung Fu im Rahmen des Süd Shaolin Kung Fu Kurses erlernen. Die Techniken, die Grundschule und die restlichen Inhalte des Stils sind so speziell, dass sie im normalen Training keinen Platz finden können.

mehr Informationen zum Jing Wu Kurs "Süd Shaolin Kung Fu"

von links: Die historischen Aufnahmen zeigen Meister Lam Sei Wing (1860 bis 1943), einen der berühmten Meister in der Geschichte des Hung Gar Kung Fu. Die Zeichnungen zeigen die Verbindung von Tiger- und Kranichtechniken aus der berühmtesten Form des traditionellen Kung Fu, der Tiger-Kranich Form.

Bild Internetforum der Jing Wu Schule Köln, Forum für Mitglieder und Interessierte

Internetforum:

Seit vielen Jahren existiert unter der Adresse

www.forum.e-k-o.org

das beliebte Forum der EKO.

Es gliedert sich in einen frei zugänglichen öffentlichen Bereich und einen Bereich für Mitglieder. Freunde der Kampf- und Bewegungskünste finden hier zahlreiche Beiträge zu Themen wie Kung Fu Stile, Kampftechniken, Selbstverteidigung, Taiji, Training, Waffen, Veranstaltungen, Beiträgen in den Medien und vieles mehr.

Alle Interessierten laden wir herzlich ein, dieses Forum zur Information zu nutzen oder ihm mit eigenen Beiträgen Impulse und Leben zu geben.


Jing Wu (kantonesisch für "Essenz des Kampfes"):

Mit dem Namen "Jing Wu" gründete Meister Huo Yuan Jia  (1867 bis 1910)  im Jahr 1909 seine revolutionäre Schule für traditionelle Künste in Shanghai.


Kung Fu Meister Huo Yuan Jia (1867 bis 1910), der  Begründer des Jing Wu Schulverbandes

Jing Wu Schule:

Die im Jahr 1909 in Shanghai von Meister Hua Yuan Jia gegründete Jing Wu Schule war in vielerlei Hinsicht revolutionär. Die neuen Ideen rissen viele chinesische Meister mit, weshalb sie schnell einen ganzen Verband von Jing Wu Schulen mit Vertretungen in vielen anderen Städten gründeten (z.B. in Hong Kong, Singapur, Penang etc.).

Durch seinen bedeutenden Beitrag für die Erhaltung und Neubelebung eines Teils des chinesischen kulturellen Erbes in Zeiten des Wandels ist Meister Huo Yuan Chia bis heute der berühmteste Meister der traditionellen Kampf- und Bewegungskünste.


Bild Eingang der Jing Wu Schule Köln Ehrenfeld Lichtsraße 50

Jing Wu Schule Köln:

Im Jahr 2003 gründete Meister Holger Heek die Jing Wu Schule für Kung Fu, Fitness und Gesundheit in Köln.  Sie ist seitdem Zentrum der European Kung Fu Organisation (EKO), Ort für zahlreiche Veranstaltungen.

 Adresse:
Lichtstr. 50
50825 Köln

mehr Informationen: Schule/Jing Wu Köln


Jing Wu Kursangebot:

Die Jing Wu Schule Köln bietet Ihnen ein umfangreiche Kursangebot in den folgenden Bereichen:

für Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 5 bis 99 Jahre.

mehr Informationen: "Einstieg / Probetrainings"

Weitere Angebote u.a.
  • Kindergeburtstage
  • Kung Fu light
  • Wirbelsäulengymnastik
  • und vieles mehr...

Probetraining in der Jing Wu Schule Köln vereinbaren: "Kontakt"

Kampfsport / Kampfkunst:

Kampfsportarten und Kampfkünste erlangen in der jüngeren Vergangenheit eine rasante Zunahme der Popuplarität. Einige der asiatischen Systeme haben die Aufnahme in das olympische Programm erlebt (z.B. Judo, Tae Kwon Do), bei anderen wird daran gearbeitet (z.B. Karate, Modern Wu Shu). Gründe für die schnell wachsende Popularität könnten sein, dass die Systeme oft ein Training der gesamten Motorik und darüber hinaus interessante Hintergründe (z.B. Traditionen, Geschichte, Philosophie ,  sowie weitere Nutzen (z.B. Fähigkeit zur Selbstverteidigung, Persönlichkeitsentwicklung etc.) bieten.

Die Begriffe "Kampfsport" und "Kampfkunst" sind weniger klar definiert als man annehmen könnte. In manchen Bereichen sind die Trennlinien unscharf, mitunter werden die  Begriffe synonym verwendet. Eine Annäherung an eine Unterscheidung können die folgenden Kriterien bieten.

Kampfsportarten orientieren sich ihrem Wesen nach an Wettkämpfen mit vereinbarten Regelsystemen, bei denen die Kampfsportler ihre sportlichen Leistungen vergleichen und messen.

Kampfkünste beziehen Hintergründe ihrer überlieferten Künste mit ein. Sie beabsichtigen entsprechend ihrer oft jahrtausendealten Tradition eine umfassendere Ausbildung für Körper, Geist und Seele.

Die Unterscheidung hat beileibe nicht nur Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Kampfsportler oder Kampfkünstler. Sie hat z.B. Auswirkungen auf die Wertigkeit des Wettkampfes und der sportlichen Leistung. Im leistungssportlichen Bereich bleibt deshalb kein Raum für Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Sportler. Bei Kampfsportarten werden für die Wettkampferfolge Kampfprinzipien und Kampftaktiken optimal an die Wettkampfregeln angepasst. Und Wettkampfregeln verlangen in den meisten Fällen, dass Wettkämpfe spannend sein sollen, die eingesetzten Techniken sollen spektakulär sein (am besten sind dafür Sprünge, hohe Fußtechniken, Würfe etc.), Kämpfe sollen für die Zuschauer viele Runden lang dauern. Die Ausrichtung an der Effektivität im Kampf ohne Regeln hat in den Wettkampfsportarten keine Bedeutung.

Traditionelles Kung Fu - wie es auch in der Jing Wu Schule Köln gepflegt wird - zählt zu den Kampfkünsten, weil die überlieferten Techniken nie an sportlichen Regeln orientiert waren. Traditionelles Kung Fu ist vielmehr seit jeher eine lebenslange Kultivierung  von Körper, Geist und Seele. In diesem Sinne sind nach der Philosophie der Jing Wu Schule Köln sowohl in der Vergangenheit wie auch in der heutigen Zeit auch die kulturellen Hintergründe Gegenstand der Tradierung.


Kampftraining:

Das Training von Kampftechniken und Freikampf (varianten) nimmt in den Trainingseinheiten der meisten Jing Wu Kurse einen größeren Teil ein. Kampftraining im weiteren Sinne enthält eine große Vielfalt an Trainingsinhalten wie z.B.

  • Pratzentraining, Sandsacktraining etc., 
  • Reaktionsübungen,
  • die Steigerung der körperlichen Fitness mit modernen Methoden,
  • die Steigerung der mentalen Fitness durch ständiges Variieren der Kampfsituationen,
  • das Training einzelner Kampftechniken und Kampftaktiken,  
  • Standkampf,
  • das Erlernen und Automatisieren von Bewegungs- und Verhaltensmustern, die für alle relevanten Situationen der Selbstverteidigung erforderlich sind,
  • Freikampfvarianten (sog. bedingtes Sparring in verschiedensten Modi, Leichtkontakt, Sanda etc.),
  • eine große Technikpalette (Hebeltechniken, Haltegriffe, Befreiungen, Druckpunkttechniken etc.),
  • Kung Fu spezifischen Freikampf (ohne Beschränkung durch sportliche Regeln)
  • Wurftechniken, Bodenkampf  und vieles mehr.

Kampftraining ist sehr vielfältig, und gerade die Vielfalt ist es, die die Teilnehmer fasziniert und sie außerordentlich variabel macht. 

Der Kurs "Kampf- und Selbstverteidigung" beinhaltet in der Jing Wu Schule Köln auch verschiedene Situationen der Selbstverteidigung, Verteidigung gegen mehrere Angreifer, gegen Waffen, Verteidigung mit Alltagsgegenständen und vieles mehr.

In der Jing Wu Schule Köln versuchen wir die Verletzungsrisiken zu minimieren; alle Schüler verlassen die Trainingeinheiten gesünder als sie gekommen sind.

Wir trainieren miteinander, nicht gegeneinander
wir trainieren mit ernsthaften und effektiven Techniken,
aber auch mit Rücksicht und Respekt vor den Trainingspartnern.

mehr Informtionen zum Kurs Kampf und Selbstverteidigung


Die Lehren des Konfuzius (Zeichnung) haben einfluss auf die Schulordnungen aller traditionellen Kung Fu Schulen.

Konfuzius / Konfuzianismus:

Der Konfuzianismus ist eine der drei großen Geistesströmungen der chinesischen Geschichte (Drei Lehren, Pinyin: san jiao). Begründer ist der chinesische Philosoph und Staatsmann Kung Fu Tse (Pinyin: Kong Qiu), der gegen 500 v. Chr. gelebt hat.

Die Lehre postuliert Werte wie Mitmenschlichkeit (Pinyin: ren), Gerechtigkeit (Pinyin: yi), kindliche Pietät (Pinyin: xiao) und Riten (Pinyin: li). Bis in die heutige Zeit hat sich in ganz Asien kaum ein Bereich der Gesellschaft dem Einfluss des Konfuzianismus entziehen können.

In Schulen des traditionellen Kung Fu finden sich konfuzianische Ideen z.B. in der Kampfkunst Etikette und der familiären Organisation wieder.


Kurzzeichen (chinesisch) für den Begriff Kung Fu, Gong Fu

Kung Fu (kantonesisch auch "Gung Fu", Pinyin: "gong fu"):

In der Übersetzung bedeutet der Begriff "Kung Fu" eigentlich  "harte Arbeit". Er bezeichnet die Gesamtheit von überlieferten chinesischen Kampf- und Bewegungskünsten, die vor Jahrtausenden zum Zwecke der Selbstverteidigung, aber auch der Gesundheitspflege, der Entwicklung der Persönlichkeit, der Kultivierung von Körper und Geist entwickelt wurden.

Mittlerweile findet der Begriff vor allem in der westlichen Hemisphäre Verwendung für die traditionellen chinesischen Kampf- und Bewegungskünste, auch um die Begriffsverwirrung im Verhältnis zu der in der Volksrepublik China propagierten Sportvariante "Modern Wu Shu" zu klären.


Kung Fu für Kinder (und Eltern):

Asiatische Kampf- und Bewegungskünste sind wegen ihrer vielfältigen Inhalte eine ideale Entwicklungsförderung. Die Jing Wu Schule Köln verfolgt den Ansatz, die natürliche Freude der Kinder an Bewegung in vielfältiger und abwechslungsreicher Weise zu unterstützen oder neu zu wecken. Die Übungsstunden fördern die geistige, psychische und soziale Entwicklung – chinesische Bewegungskünste bilden in vielerlei Hinsicht ein positives Selbstkonzept.

Im Kindertraining der Jing Wu Schule Köln machen seit vielen Jahren auch Eltern mit (mit einem besonderen Programm). Im weiteren Verlauf der Ausbildung können die Kinder mit großer Begeisterung Waffentechniken und Waffenkämpfe erlernen, natürlich mit ungefährlichen, elastischen Polsterwaffen.

 siehe auch "Eltern/Kind Training"

 weitere Informationen zum Kurs "Kung Fu für Kinder, Jugendliche"


Kung Fu Stile: 

Im Laufe der Jahrhunderte haben chinesische Kampfkünstler eine schier unüberschaubare Vielfalt von Kung Fu Stilen entwickelt. Viele Generationen von Meistern haben die bestehenden Systeme  übernommen, verändert und dabei sukzessive perfektioniert.

Heutigen Schätzungen zufolge gibt es ca. 400 bis 700 Stile des traditionellen Kung Fu. Versuche der Kategorisierung in nordchinesische und südchinesische Stile (Pinyin: wai jia) sowie innere und äußere Stile (Pinyin: nei jia) enthalten angesichts der Vielgestaltigkeit der Stile zahlreiche Durchbrechungen und Friktionen.

In  der Jing Wu Schule Köln können Schüler - im Gegensatz zu den allermeisten Schulen - mehr als einen traditionellen Kung Fu Stil erlernen.

  1. Langfaust Kung Fu (kantonesisch: Cheung Kuen) als Grundlage im Kurs "Kung Fu für Erwachsene"
  2. Mantis Kung Fu (kantonesisch: Tong Long Kuen) im Kurs "Kung Fu für Erwachsene"
  3. Taiji (kantonesisch: Dai Gik) im Kurs "Taiji, Qi Gong, Entspannung"
  4. Hung Gar Kung Fu im Kurs "Süd Shaolin Kung Fu"
  5. Hung Fut Kung Fu im Kurs "Süd Shaolin Kung Fu"
  6. Adlerklauen Kung Fu (kantonesisch: Ying Jow Pai) für fortgeschrittene Schüler
  7. Choy Mok Kung Fu für fortgeschrittene Schüler
  8. Tibetischer Weißer Kranich Kung Fu (kantonesisch: Bak Hok Kuen) für fortgeschrittene Schüler
Fotos: Die Meister der Jing Wu Köln zeigen exemplarische Handtechniken aus verschiedenen Kung Fu Stile; von links nach rechts:  Wurf-/Hebeltechnik aus dem Mantis Kung Fu - Brückenhand aus dem Hung Gar Kung Fu - Klauentechnik aus dem Adlerklauen Kung Fu - Wurftechnik aus dem Mantis Kung Fu

Kung Fu Waffen:

siehe Waffen, Waffentraining


Langfaust Kung Fu

folgt in Kürze


Löwentanz: 

Seit Jahrhunderten ist es in China üblich, feierliche Anlässe wie das chinesische Neujahrsfest, Hochzeiten etc. mit Löwentänzen zu begehen. Getragen von dem Glauben, dass der Löwe allen Anwesenden Glück, Wohlstand und Gesundheit bringt, ist der Löwe im gesamten chinesischen Kulturkreis  dementsprechend beliebt. Inhalt von Löwentänzen sind - mit teilweise schwierigen Choreografien - zum Beispiel das Aufwachen eines Löwen, die Futtersuche, das Aufeinandertreffen mehrerer Löwen,  die Bändigung durch einen Mönch (den Großkopf Buddha; kantonesisch "Dai Tou Fat"). Dabei versuchen die Tänzer zusammen mit der Musikgruppe die Emotionen des Löwen wie z.B. Freude, Vorsicht, Schläfrigkeit möglichst eindrucksvoll darzustellen.

In Deutschland gibt es nur wenige Schulen für traditionelles Kung Fu, die die überlieferte Kunst des Löwentanzes (insbesondere des südchinesischen Löwentanzes) pflegen. In der Jing Wu Schule Köln gibt es neben mehreren Löwen für jeweils zwei erwachsene Tänzer auch einige Kinderlöwen für zwei Kindertänzer.

Löwentanz Vorführung in der Jing Wu Schule Köln
verschiedene Löwenkostüme der Jing Wu Köln

Bilder: Die Jing Wu Köln besitzt mehrere südchinesische Löwenkostüme und Löwentanz (oft auch mehrere Löwen gleichzeitig) stellt ein häufiges Element von Vorführungen dar.



Mantis Kung Fu:

folgt in Kürze


Meditation:

In dem Bewusstsein, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden, waren verschiedene Techniken der Meditation seit jeher Gegenstand der asiatischen Praxis der Kampfkünste. Verschiedene Arten der Meditation sind die unbewegten Meditationen im Sitzen, im Stehen (z.B. die Stehende Säule) sowie die bewegten Formen wie Qi Gong, Taiji etc.

In neuerer Zeit belegen Neurowissenschaften die Auswirkungen auf Prozesse und Strukturen im Gehirn. In der westlichen Welt erfahren die verschiedensten Meditationstechniken ständig steigende Popularität; positive psychosomatische und psychovegetative Wirkungen werden zunehmend geschätzt.

In der Jing Wu Schule Köln sind die verschiedenen Methoden der Meditation regelmäßig Bestandteil der Trainingseinheiten (im Bereich der Regeneration).


Meister (Pinyin: shifu; kantonesisch: Sifu):

Meister ist die Bezeichnung für den Lehrer einer Kampfkunst (oder allgemein für Lehrer in China). Ursprünglich nur als relative Titulierung innerhalb der Schüler-Lehrer-Beziehung (in konfuzianischer Tradition) gebräuchlich ist der Begriff mittlerweile auch als absoluter Titel in Verwendung.


Kung Fu Köln Cup: Meisterschaften der Kampfkünste

Meisterschaften

Die Jing Wu Schule Köln bereitet Mitglieder auf Wunsch auf die Teilnahme an offenen Meisterschaften vor.
Darüber hinaus bieten wir die Teilnahme an den Schulmeisterschaften - dem Kung Fu Köln Cup - an.

Die folgenden Wettkampfkategorien richten wir seit langem aus:

  • für Kinder: Bodenkampf, Standkampf, Handkampf , Zweihandschwertkampf, Formen
  • für Jugendliche: Bodenkampf, Standkampf, Handkampf, Formen, Zweihandschwertkampf
  • für Erwachsene: Handformen, Waffenformen, Partnerformen, Taiji Fixed Step, Freikämpfe, verschiedene Waffenkämpfe

Nachbetrachtung unserer letzten Meisterschaft in unserem BLOG: "Kung Fu Köln Cup 2017"


Philosophie:

Die 4000 Jahre chinesischer Kulturgeschichte haben - neben vielen anderen zivilisatorischen Leistungen - im Bereich der Philosophie drei wesentliche Geistesströmungen (die sog. "Drei Lehren"; Pinyin: san  jiao) hervorgebracht, die bis heute die asiatischen Gesellschaften und weit darüber hinaus das Denken nachhaltig geprägt haben. Diese bedeutenden Strömungen sind der  Konfuzianismus, der Buddhismus und der Daoismus. Jede dieser drei Lehren hat in der Geschichte auch die Welt der traditionellen asiatischen Kampfkünste erheblich beeinflusst.

Darüber hinaus gibt es eine Form der ethischen Kampfkunst Postulate, die in den "Kampfkunst Tugenden" (Pinyin: wu de; kantonesisch: mo dak) und zum Teil kodifizierten Regeln einzelner Schulen und Familien Ausdruck gefunden haben.

In der Jing Wu Kung Fu Schule Köln gehört es zur Philosophie der Schule, überlieferte Techniken mit modernen Methoden zu verbinden sowie Kampfkunst, Fitness und Gesundheit in einen Einklang zu bringen.

 mehr Informationen: "Über uns / Philosophie"


Probetraining:

Bei Beginn einer Kampfkunst Ausbildung können Interessierte - und insbesondere Laien - nicht wissen, welche Trainingsinhalte, welche Schule die passende sein kann und wie einzelne Schulen in Bezug auf Unterrichtsorganisation, Atmosphäre, Konditionen etc. zu beurteilen sind. Es ist deshalb üblich und empfehlenswert, ein oder mehrere Probetrainings zu vereinbaren, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu erhalten.

In der Jing Wu Schule Köln sind Probetrainings kostenlos und unverbindlich und sind grundsätzlich auch ohne Anmeldung möglich. Auf Wunsch gibt es die Möglichkeit zu einem persönlichen Vorgespräch über individuellen Vorkenntnisse, die körperliche Verfassung, Gesundheitszustand, Verletzungen (Vorschädigungen) etc., um die Probetrainings an diese Umstände anpassen zu können.

In jedem Fall möchten wir vor dem ersten Probetraining unseren Gästen Informationen geben,

  • dass sie  die Trainingsintensität an ihre aktuelle körperliche Verfassung anpassen sollen,
  • dass sie Überlastungsfolgen wie Muskelkater oder Tendinosen (Sehnenreizungen) vorbeugen sollen,
  • dass andererseits Anfänger mit Vorkenntnissen überrascht sein werden, wie viel sie von ihrem Fundament  einbringen können.

mehr Informationen: "Einstieg / Probetrainings"

Probetraining in der Jing Wu Schule Köln vereinbaren: "Kontakt"


Qi Gong:

Der Begriff "Qi Gong" (Pinyin für "Arbeit am Qi") bezeichnet Übungssysteme zur Förderung des Qi und des Qi Flusses. 

Im Laufe vieler Jahrhunderte chinesischer Gesundheitspflege hat sich eine schier unüberschaubare Vielfalt von Übungssystemen etnwickelt. Zu den bekanntesten zählen die "Acht Brokatübungen" (Pinyin: ba duan jin) und die "Achtzehn Hände des Buddha" (kantonesisch: "Sab Ba Lohan").

In der Jing Wu Schule Köln beschließen Qi Gong Übungen regelmäßig die Trainingseinheiten.

Als Besonderheit bietet die Jing Wu Schule Köln Unterricht im Tibetischen Weißer Kranich Qi Gong, das in Fachkreisen sehr bekannt und geschätzt ist, in Europa jedoch bisher nur selten  zu finden ist.

mehr Informationen zum Kurs "Taiji, Qi Gong, Entspannung"


Schutzausrüstung:

In den Kampfsportarten und Kampfkünsten finden verschiedene Arten von Schutzausrüstung Verwendung. Schutzausrüstung dient der Vermeidung von Verletzungen im Sparring (verschiedene Arten des Freikampfes innerhalb von Trainingseinheiten) und in Wettkämpfen, indem sie die mechanischen Wirkungen der Techniken abpolstert. Wettkampfregeln schreiben für die Teilnehmer unterschiedliche verpflichtende Schutzausrüstungen vor.

Schutzausrüstung für den Kung Fu Freikampf: Helm und Handschuhe mit Griffmöglichkeit

Bestandteile der möglichen Schutzausrüstung sind:

  • Handschuhe,
  • Schienbein- und Spannschutz,
  • Tiefschutz,
  • Mundschutz

(zusätzlich möglich sind: Helm, Ellbogenschutz, Knieschutz, Körperschutz).

In der Jing Wu Kung Fu Schule Köln müssen Anfänger zu Beginn keine Schutzausrüstungen kaufen, sondern können von der Jing Wu Schule gestellte Schulausrüstung (Handschuhe, Schienbeinschoner etc.) verwenden.


Bild viele traditionelle Kung Fu Techniken eignen sich für die Selbstverteidigung für Frauen

Selbstverteidigung: 

Kampfsportarten und Kampfkünste haben - auf sehr unterschiedliche Arten und Weisen - seit jeher die Situation des Kampfes in ihrem Fokus. Während Kampfsportarten vorwiegend die Situation des Wettkampfes beüben, haben Kampfkünste sich vorwiegend an realen Kampfsituationen orientiert.

Die überlieferten Kampfkünste - und insbesondere das traditionelle Kung Fu -haben über viele Jahrhunderte natürlich in allen Arten des Kampfes Anwendung gefunden. Meister, Stile, Techniken, Waffen etc. mussten sich in diesen Situationen immer wieder bewähren - ohne dass ein sportliches Regelwerk Limitierungen auferlegt hätte. Auf diese Weise hat sich im traditionellen Kung Fu ein Erfahrungsschatz angesammelt wie ihn moderne Künste kaum noch ansammeln können.

Weil Kung Fu entwicklungsgeschichtlich auf effektive Selbstverteidigung ausgerichtet ist, bereitet das Kung Fu Training mit allen Techniken (z.B. schnelle Beinarbeit mit bewusster Gewichtsverteilung, Knietritten, Genitaltritten und großem Technikrepertoire) auf die erfolgreiche Selbstverteidigung vor. 

Training im Bereich Selbstverteidigung muss - soweit dies im Training möglich ist - sehr unterschiedliche Situationen, Grundregeln und  Automatismen zum Gegenstand haben:

  • Verteidigung gegen Angriffe in begrenzten Räumen (z.B. Fahrstuhl, Auto, Bus),
  • Verteidigung gegen mehrere Angreifer,
  • Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer,
  • Verteidigung mit Alltagsgegenständen als Waffen (z.B. Autoschlüssel, Regenschirm),
  • Wissen und praktische Übungen für Techniken, die mit geringem Kraftaufwand große Wirkung entfalten, z.B. Fingerstiche, 
  • Wissen und praktische Übungen in Bezug auf mögliche Angriffsziele, z.B. Genitalien, Hals etc.,
  • Wissen und praktische Umsetzung im Bereich von allgemeinen Verhaltensregeln in Selbstverteidigungssituationen, z.B. das aktive Ansprechen von möglichen Zeugen und vieles mehr.

 weitere Informationen zum Kurs: "Kampf und Selbstverteidigung"


Hebeltechnik des Kung Fu

Selbstverteidigungstechniken (SV)

Das Repertoire des SV Techniken ist außerordentlich groß, weil die möglichen Situationen, in denen Selbstverteidigung erforderlich werden kann, so vielfältig sein können. Man kann z.B. nur reduzierten Raum zur Verfügung haben, sich bereits in Bodenlage befinden, in der Sitzposition angegriffen werden, sich in einem Würge- oder Haltegriff befinden und vieles mehr.

Das heißt nicht, dass beim Training der Selbstverteidigung nun unzählige Situationen mit ihren jeweiligen "Lösungen" beübt werden sollten. Viel wichtiger ist es, dass ein Kampfkünstler ein System trainiert, das ihm für alle Situationen Lösungen bietet, auf die er sich in allen Situationen sicher verlassen kann.

Ein solches System für Kampf und Selbstverteidigung konsistent und logisch aufgebaut sein,
es muss mit einfachen Techniken Abstufungen und Varianten  bereit halten,
es muss  die Bewegungen, das Denken und das Fühlen des Kampfkünstlers bestimmen.
Damit wird die richtige Reaktion in Stresssituationen auf natürliche Weise erfolgen.


Technikrepertoire für Kampf und Selbstverteidigung:

Grundlage ist schon in der Statik eine Kampfposition mit passender Gewichtsverteilung, gebeugten Knien, Deckungsposition der Hände.
Bei den Transitionen braucht es die richtige  Beinarbeit, Ausweichbewegungen (Meidbewegungen) im Oberkörper. 
Grundlegende Handtechniken sind Stöße, Schläge, Fingerstiche, Handkanten etc.
Für den Kampf und die Selbstverteidigung in größerer Distanz und mit großer Wirkung sind einige Fußtechniken wichtig.
Für das Defensivrepertoire ist das Erlernen grundlegender Abwehrtechniken und der Deckungsarbeit notwendig.
Für die Nahdistanz sind Techniken mit Ellbogen und Knien relevant.
Einige wenige Hebeltechniken, einige Würfe und Bewegungsmuster im Bodenkampf komplettieren das Technikrepertoire.
Besonderes Augenmerk verdient das Training zu ausgesuchten Zielen des gegnerischen Körpers, bei denen kleiner Krafteinsatz große Wirkung verspricht.
Alle genannten Techniken und Fähigkeiten sollten in verschiedenen Ausgangspositionen wie Stand, Sitz, Bodenlage, mit gehaltenen Armen, in Umklammerung, in Würgegriffen, beim Angriff mit Waffen, bei Angriffen von mehreren Gegnern eingeübt werden. 
Fotos von links: Kampf und Selbstverteidigung in der Nahdistanz - Kniestoß bei gleichzeitigem Zug des gegnerischen Körpers. Der Kniestoß wird gekontert mit einem Wurfansatz zum Standbein des Angreifers.

Kampf- und Selbstverteidigung für Frauen: Hebeltechnik am Boden mit großer Wirkung, Haltegriff

Selbstverteidigung für Frauen

Kraft, Größe, Reichweite etc. sind für Kampf und Selbstverteidigung nicht  allein entscheidend. Ein gutes Kampf- und Selbstverteidigungssystem kann körperliche Nachteile ausgleichen, indem es Techniken mit geringem Krafteinsatz, aber großer Wirkung einsetzt.

Wesentlich für eine erfolgreiche Selbstverteidigung sind die Routine, die sich in einem logischen und einprägsamen Kampf- und Selbstverteidigungssystem eintrainiert haben, das Wissen um effektive Techniken und deren Automatisierung.

Das traditionelle Kung Fu bietet ein solches System, bei dem jeder Trainierende lernt, Kräfte, Impulse und Winkel optimal zu nutzen. Wir nutzen verschiedene isotonische Partnerübungen, um diese Mechanismen wahrnehmbar zu machen. In verschiedensten Kampfsituationen beüben wir die technischen Aspekte und bilden dabei  sichere Verhaltens- und Bewegungsmuster heraus. Körperliches Training entsprechend der Schulphilosophie von der Einheit von Training, Fitness und Gesundheit gehört natürlich auch zu unserem Trainingskonzept für Kampf und Selbstverteidigung. 

Technik,

Automatisieren von eingängigen Bewegungen,

gewachsenes Vertrauen in die Fähigkeiten einer starken Persönlichkeit-

das sind unsere Schlüssel für Erfolg im Kampf und in der Selbstverteidigung.

Fotos von links: Effektiv im Kampf und in der Selbstverteidigung sind Zugtechniken mit gleichzeitigem Genitaltritt. Der Zug sorgt auch dafür, dass der Kung Fu Stoßtritt zum Knie auf ein belastetes Kniegelenk trifft und so seine volle Wirkung entfalten kann.

Kampf und Selbstverteidigung für Kinder: Schulung im Bodenkampf, spielerisch

Selbstverteidigung für Kinder / Jugendliche

Auch ohne den Aspekt des Kampftrainings gehören  Kampfkünste zur den besten Möglichkeiten für eine umfassende Entwicklungsförderung. Kampfkünste verstärken mit vielfältigen Trainingsreizen den natürlichen Bewegungsdrang und bilden dabei Körperwahrnehmung und Persönlichkeit heraus. 
Das Training der Kampfkünste kann aber noch viel mehr leisten: Beim den vielen Varianten des Partnertrainings erlernen Kinder
den Umgang mit unterschiedlichsten Anforderungen dieser Situation und beüben dabei ein Spektrum verschiedenster Reaktionen von Rücksichtnahme bis hin zu verantwortungsvollem Durchsetzungsvermögen.
Daraus erwächst eine selbstbewusste Persönlichkeit, die flexibel und souverän mit verschiedensten Anforderungen umzugehen vermag.

Das Kindertraining der Jing Wu Kung Fu Schule Köln vermittelt Fähigkeiten im Bereich von Kampf und Selbstverteidigung spielerisch und verantwortungsvoll, abgestuft für den jeweiligen Entwicklungsstand und adäquat für verschiedenste Situationen.

Fotos von links: Kampf- und Selbstverteidigungssituationen erlernen Kinder bei uns schon bei spielerischen Partnerübungen, die die Reaktionsfähigkeiten verbessern. Das Techniktraining an Schlagpolstern ist eine der ersten Stufen  in Bezug auf kooperatives Partnertraining.

Taiji Partnerübung (Schiebende Hände; kantonesisch: Toy Sao), Atemübungen sind Bestandteil des Jing Wu Trainings

Taiji:

Taiji (auch Tai Chi Chuan, Tai Chi Quan, kantonesisch: Dai Gik) ist ein überlieferter nordchinesischer, innerer Kung Fu Stil mit verschiedenen Gründungslegenden. Ursprünglich als Kampfkunst entwickelt genießt dieser Stil heute vorwiegend Wertschätzung als Gesundheitsübung.

Gegenstand der Kunst ist die Harmonisierung von Bewegung, Atmung und Entspannung, die langsamen, fließenden Bewegungen haben eine Reihe von psycho-vegetativen Wirkungen und positiven Wirkungen auf die Haltung, das Herz-Kreislauf System, die Reduktion von Dysbalancen und vieles mehr.

Im Jing Wu Kurs "Taiji, Qi Gong, Entspannung" wird Taiji zusammen mit Entspannungsübungen und Atemübungen, inklusive seltener Techniken aus dem tibetischen Weißen Kranich Kung Fu im Rahmen eines eigenständigen Kurses unterrichtet.

mehr Informationen:  "Taiji / Qi Gong / Entspannung"

Bild links oben: Taiji Partnerübung "schiebende Hände (kantonesisch: Toy Sao)
Bild links unten: Atemübungen sind wichtiger Bestandteil des Taiji-Trainings

 


Kampfkunst Training: Gruppentraining von Fußtechniken

Trainingsinhalte

 Kampfsportarten und Kampfkünste bieten bekanntermaßen eine sehr große Trainingsvielfalt und ein  sehr umfassendes Training für den gesamten Körper.

Auch in der Jing Wu Kung Fu Schule beinhalten die Trainingseinheiten alle Fitness Bestandteile (Kraft, Kondition, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Koordination). Im Trainingsablauf arrangieren wir immer wieder Wechsel zwischen Einzel-, Partner, und Gruppentraining. Wir verwenden eine Reihe  verschiedener Trainingsmittel (Sandsack, Schlagpolster, Gelenkgewichte etc.).

  • Aufwärmen gestalten wir vielseitig, oft mit einem Schwerpunkt auf gelenkschonende Vorbereitungsübungen, Dehnungen etc.
  • Hand-, Fußtechniken, Techniken der Grundschule beüben wir im Einzel-, Partner-, und Gruppentraining.
  • Das Kampftraining beginnt mit einzelnen abgesprochenen Angriffs- und Verteidigungskombinationen.
  • Technische und untechnische Partner-Reaktionsübungen schulen Distanzgefühl, Beinarbeit, Auge-Hand-Koordination etc.
  • Zum Kampftraining gehören auch das Training am Sandsack, an Schlagpolstern etc.
  • Techniken der Selbstverteidigung sind ebenfalls Bestandteil des Kampftrainings. 
  • Das Training der überlieferten Formen vermittelt das Verständnis der stilspezifischen  Bewegungen und Prinzipien.
  • In verschiedenen Freikampfvarianten können Übende ihre Fähigkeiten ausprobieren.
  • Fortgeschrittene Trainingsinhalte sind Freikampf (auf Wunsch), Waffentechniken (auf Wunsch), Holzpuppentraining etc. 
  • Fitnesstraining (angepasst an den aktuellen Leistungsstand) kann in mehreren Intervallen ein balanciertes Krafttraining, Ausgleichsübungen, Konditionsanteile etc. enthalten.
  • Abwärmen und Atemübungen sollen Ausgleichsübungen enthalten und die (psychophysische) Regeneration einleiten

Bei der Vielzahl der Inhalte und bei stetigem Fortschritt in Bezug auf Techniken und Fähigkeiten wird keine Trainingseinheit der anderen gleichen. Traditionelles Kung Fu bleibt auch bei lebenslangem Training immer interessant und faszinierend.


Schlagtechniken mit Gewichten im Kung Fu Training

Trainingsmittel

 Kennzeichnend für Kampfsportarten und Kampfkünste sind nicht nur die Vielfalt der Trainingsinhalte, sondern auch die Vielzahl der genutzten Trainingsmittel. Die folgende Auflistung soll einen kleinen Einblick geben, welche Trainingsmittel in den Trainingseinheiten der Jing Wu Kung Fu Schule Köln Verwendung finden.

Allgemeine Trainingsmittel sind Mobilisationskissen, Therapiekreisel (für das Training der Gelenkstabilisation), Kurzhanteln, Langhanteln,  Kettlebells, Therabänder, Tubes, Faszienrollen (für myofasziales Release), Kraftgeräte, Swingsticks (u.a. für das Training der autochthonen Rückenmuskulatur) Gleitscheiben, Bauchroller u.v.a.

Kampfkunst spezifische überlieferte Trainingsmittel sind z.B. Eisenringe, die Holzpuppe, das Pflaumenblütengerüst u.v.a.

Kampfkunst spezifische moderne Trainingsmittel sind z.B. verschiedene Sandsäcke, Standsäcke, BOB (Body Opponent bag), Schlagkissen, Schlagpolster (in verschiedenen Ausführungen), Gelenkgewichte, -verschiedene Griffkrafttrainer u.v.a.

 


Kampf und Selbstverteidigung als eines der Verletzugnsrisiken: Kung Fu Stoßtritt

Verletzungen,  Verletzungsrisiken

Entgegen allgemeinen Vorurteilen sind Kampfsportarten und Kampfkünste weniger verletzungsträchtig als z.B. die gängigen Ballsportarten.

Verletzungsrisiken in Kampfsportarten und Kampfkünsten steigen jedoch an, wenn Techniken mit dem Ziel der Trefferwirkung z.B. beim Vollkontakt Freikampf ausgeführt werden.

In der Jing Wu Schule Köln wird seit jeher alles unternommen, um die Verletzungrisiken so gering wie möglich zu halten und sie möglichst auszuschießen. Zu den vielen Maßnahmen der Prävention gehört, dass kein Schüler Freikampfvarianten beüben muss. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, beim bedingten Sparring Erfahrungen zu sammeln, ohne beim Freikampf Risiken eingehen zu müssen. Bei einem ausgeprägten Wunsch nach Freikampfvarianten erhalten die Jing Wu Schüler eine Anleitung für einen stufenweisen Aufbau des Freikampfes. Zu jedem Zeitpunkt im Training leiten wir an, dass Partnerübungen konzentriert und mit Rücksicht auf den Partner ausgeführt werden sollen. Die Jing Wu Schule stellt Schülern in allen Trainingseinheiten auf Wunsch Schutzausrüstungen zur Verfügung. 

Auch beim Waffentraining gibt es in der JIng Wu Schule Köln zahlreiche Schutzmaßnahmen. Überwiegend verwenden wir abgepolsterte Waffen, die die Schüler selbst basteln oder die die Schule zur Verfügung stellt.

Darüber hinaus gibt es in der Jing Wu Schule Köln zahlreiche Maßnahmen der Prähabilitation, die nicht nur Verletzungen vermeiden, sondern präventiv der Disposition zu Überlastungen, Dysbalancen etc. vorbeugen sollen, 

  • Alle Übungen sollen gelenkschonend, rückenfreundlich, physiologisch sein.
  • Ausgleichsübungen sollen bestehende Dysbalancen reduzieren oder ihre Entstehung verhindern.
  • Übungen zur Gelenkstabilisation beugen Verletzungen am aktiven und passiven Gelenkapparat vor.
  • Balanciertes Krafttraining soll den gesamten Bewegungsapparat auf Belastungen vorbereiten.
  • Detonisierende Massnahmen sollen nach Belastungen Muskelverletzungen vorbeugen.
  • Das Training von Muskelketten soll schwächere Kettenglieder angleichen.

Mit all diesen Maßnahmen ist das Training in der Jing Wu Schule Köln seit vielen Jahren für alle Mitglieder ein außerordentlicher Gewinn für deren Fitness und Gesundheit.


Waffen, Waffentraining:

Die Geschichte des traditionellen Kung Fu hat neben den waffenlosen Techniken eine unvergleichliche Vielfalt von Waffen und Waffentechniken hervorgebracht. Mitglieder der Jing Wu Schule können auf Wunsch Waffentechniken erlernen; sowohl in den Kung Fu Kursen wie im Sonderkurs "Waffenkünste".

Eine mögliche Einteilung der chinesischen Kung Fu Waffen ist die Kategorisierung in 

  • Langwaffen, z.B. Langstock, Speer, Hellebarde etc.,
  • Kurzwaffen, z.B. Säbel, Schwert, Südsäbel etc.,
  • Doppelwaffen, z.B. Doppeldolche, Doppel Schmetterlingsmesser, Doppelstock etc.,
  • flexible Waffen, z.B. Dreigliederstab, Kettenpeitsche etc.

Die Jing Wu Schule Köln gehört zu den wenigen Schulen, die neben den überlieferten Techniken, Formen, Partnerformen auch verschiedene Varianten des Waffen Freikampfes mit einer Systematik für jede Waffe unterrichten.  Dabei stellt seit vielen Jahren eine Reihe von Maßnahmen die Sicherheit in den Vordergrund; die Faszination, die von den chinesischen Waffen ausgeht, können viele Schüler auch ohne Verletzungsrisiken genießen.

mehr Informationen zum Kurs: "Waffenkünste"

NEU: mehr über Waffen des traditionellen Kung Fu erfahren Sie in unserem BLOG ("Waffenkünste des traditionellen Kung Fu")


Traditionelle Kampfkunst: Waffenkampf mit Zweihandschwertern (Polsterwaffen)

Waffenkampf

 Die Jing Wu Schule Köln gehört zu den wenigen Schulen des traditionellen Kung Fu, die auch die Anwendung der Waffentechniken im Waffenkampf beübt (mit abgepolsterten Waffen). 

In der Gruppe "Kung Fu für Erwachsene" können fortgeschrittene Teilnehmer auf Wunsch Waffentechniken mit dem Langstock als erster Grundwaffe erlernen.

Im Training der Kinder und Jugendlichen sind Waffentechniken ganz besonders beliebt.  Fortgeschrittene Teilnehmer beginnen mit dem Zweihandschwert als erste Grundwaffe.

Im Kurs "Kampf und Selbstverteidigung" profitieren die Teilnehmer von dem großen Erfahrungsschatz der Jing Wu Schule mit Waffentechniken. Für die Selbstverteidigung relevant sind die Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer sowie die Verteidigung mit Hilfe von Alltagsgegenständen als Waffen (z.B. Regenschirm, Autoschlüssel etc.).

Im Sonderkurs "Waffenkünste des Kung Fu" können Teilnehmer neben Grundwaffen eine große Anzahl von Spezialwaffen erlernen (z.B. Hellebarde, Tigergabel, Doppelsäbel etc.).

Auch wenn es in Deutschland nur wenige Waffenkämpfer gibt, versuchen wir möglichst viele Trainingspartner für Waffenkämpfe zu gewinnen. Auf den eigenen Schulmeisterschaften - dem Kung Fu Köln Cup - bieten wir seit vielen Jahren Wettkampfkategorien für Kämpfe mit Langstock, Schwert, Zweihandschwert und Doppelstock an.

Oberste Priorität beim gesamten Waffentraining der Jing Wu Schule Köln ist seit jeher die Sicherheit aller Trainierenden.